EMDR

EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing)
ist eine neue Methode in der Psychotherapie, die dazu dient, traumatische Erinnerungen zu verarbeiten. Mit dieser neuen Methode sind die Behandlungsmöglichkeiten seelisch traumatisierter PatientInnen nachweislich deutlich verbessert worden.
EMDR hilft den Betroffenen ihre innere Sicherheit wieder zu gewinnen und wird sowohl nach plötzlich aufgetretenen traumatisierenden Ereignissen wie auch nach langfristigen traumatischen Erfahrungen eingesetzt. So hat sich die Methode auch bei der Behandlung der Opfer nach dem Zugunglück in Eschede bewährt, ebenso bei Erlebnissen wie Überfälle, Brände, Vergewaltigung oder schwere Unfälle am Arbeitsplatz. Komplexe traumatische Erfahrungen, bei denen EMDR erfolgreich eingesetzt wird, sind beispielsweise Missbrauch, Gewalt-Beziehungen oder langanhaltende lebensbedrohliche Erkrankungen bei Angehörigen oder den PatientInnen selbst. EMDR ist von der APA, der American Psychological Association und der ISTSS, der International Society for Traumtic Stress Studies, als wirksam anerkannt, ebenso von den deutschen Fachgesellschaften AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften). Da die Methode belastend sein kann, ist es wichtig, dass sie von gut ausgebildeten und erfahrenen Fachleuten durchgeführt wird.
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